News

Ukraine RIDE 07.04.2017

Woraus Helden gemacht sind
Freitag, 7. April. Unser letzter Tag in der Ukraine. Ein unbeschreibliches Gefühl. Nicht unbeschreiblich schön oder schlecht. Einfach unbeschreiblich – schwer mit Worten zu umreisen. Traurigkeit gehört dazu, denn am liebsten würde wir länger bleiben. Noch mehr Zeit mit den Kindern verbringen können. Gleichzeitig entsteht diese Traurigkeit auch, weil wir gerne MEHR machen könnten. Noch mehr Kindern die Aufmerksamkeit und Zuneigung geben, die jedem Kind zu steht. Noch mehr für ihre Belange kämpfen, dort wo sie es nicht selbst können. Mehr von dem weitergeben und teilen was wir selbst haben. Doch auch Freude gehört dazu, darüber dass viele der Kinder kurz die Schule schwänzten, um unseren Bus hinterher zu winken. Freude, über die Zeit die wir mit ihnen verbringen konnten. Freude darüber, dass wir ihnen Dinge ins Herzen legen konnten: dass sie geliebt sind und wertvoll, dass es für sie Perspektiven gibt, fernab von Alkoholismus und Prostitution. Dass es Menschen gibt die sich für sie interessieren.

Mit diesem unbeschreiblichen Gefühl fuhren wir nach Lemberg, denn von dort startete der Reisebus zurück nach Deutschland. Zum Abschluss gönnten wir uns etwas Besonderes: ein Mittagessen in einem Erlebnistheater-Restaurant. In den ehemaligen Katakomben der Unabhängigkeitskämpfer konnten wir nur mit dem richtigen Passwort eintreten. Das verspätete Mittagessen wurde zu einem wahren Spektakel: Musiker und Sänger traten zwischen den Tischen auf und sangen von Freiheit und der Liebe zur Ukraine. Zumindest behauptet das unser Übersetzer, vielleicht sagen sie aber auch über Kartoffelpüree und Schuhcreme. Aber selbst wenn, schön angehört hat es sich. Wir konnten kaum essen, denn plötzlich wurde einer unserer Ranger abgeführt. Er wurde ist das Restaurant-eigene Gefängnis geworfen und solange zu seiner politischen Einstellung gegenüber Putin befragt, bis sich alle sicher waren, dass er kein „Verräter“ sei. Um 20.00Uhr sollte unser Bus abfahren, so hatten wir noch ein wenig Zeit die Stadt zu genießen. Doch sollte wird in diesem Land ganz großgeschrieben. Wir mussten beinahe zwei Stunden warten, bis der Bus kam. Zwei Stunden in denen wir erst alle gemeinsam in der Kälte warteten, bis wir schließlich in einem Minibus uns aufwärmen konnten. Getreu der ersten blauen Zacke unseres Rangersterns „wachsam“, stürzten wir uns auf den ersten sich nahenden Bus. Leider war es der falsche. Also trugen wir unser Gepäck wieder brav zur Sammelstelle. Aber unsere Wachsamkeit hatten wieder bewiesen. Endlich konnten wir gegen 22.00 Uhr losfahren da durchfuhr uns ein riesen Schock. In einer Durchsage erklärte der Busfahrer, dass keine Milchprodukte in die EU (deren Grenze wir nach einer Stunde Fahrt erreichen sollten) importiert werden dürfen. Oh. Schreck: Unser Vesper bestand mindestens zur Hälfte aus Käsebrote! Wir konnten keine Zeit verlieren, daher hieß es essen, essen, essen! Zumindest für einen Großteil unserer Reisegruppe, den wir davon überzeugen konnten, dass auch Käsebrote unter das Importverbot fallen. Und die Butterbrote. Denn an der Grenze wartete schließlich eine Vesper-Brot-Kontolle auf uns. Vermutlich wurde noch nie in so kurzer Zeit eine solche Menge Käse verzehrt…bis wir die Grenze erreichten und unsere vollen Mägen einen weiteren Schock erlitten, auch Wurstbrote dürfen nicht importiert werden. Na gut, das war zu viel des guten. Aber unsere vollen Mägen mussten wirklich einiges durchmachen, denn der gesamte Bus musste zur Gepäckkontrolle. Nachts um 1.00Uhr. Als wir das ganze Gepäck in den Raum gebracht hatten, mussten wir nur leider 1,5 Stunden warten, bis ein Beamter anfing Pässe und Gepäck zu kontrollieren. Doch das Ganze hatte einen Vorteil, denn so ein Grenzübergang hat Toiletten. Betrachten wir das ganze also einfach als eine ausgedehnte Pippi-Pause. Alles in allem waren wir über trotz dieser Verzögerungen nur 22 Stunden unterwegs, bis wir am Samstagabend in Frankfurt ankamen. An einer Nebenstraße mitten im Getümmel des Bahnhofviertels, ging unser Abenteuer zu ende. Neue Freundschaften waren geboren, alte bestärkt und eine eindrückliche Zeit vorbei.

 

Wir haben euch von Helden erzählt. Von Menschen die unser Herzberührt haben. Helden müssen tapfer sein, stark sein, groß und tadellos. Dann können sie Großes bewirken, so ist das zumindest in den Filmen. Aber bei unseren Helden ist das anders. Sie sind nicht perfekt, sondern Menschen wie Du und ich. Jeder Held hat eine besondere Eigenschaft. Etwas, das ihn dazu bringt sich auf eine besondere Art und Weise – eben heldenhaft – zu verhalten.

Das, was all unsere Helden auszeichnet ist die Liebe: Mimi, deren Liebe zu den Kindern in der Ukraine so groß war, dass sie ihr Leben in Deutschland für sie aufgab. Die Fähigkeit über die einfachsten Dinge zu staunen, ist heldenhaft. Petje und sein bester Freund, der an sich selbst als letztes denkt um seinen Freund durchs Leben zu tragen. All die Menschen die mit Spenden die Arbeit in der Ukraine ermöglichen, die freimütig teilen was sie haben. Die Mitarbeiter von Nezabudka, die selbst kein einfaches Leben haben und trotzdem jeden Tag opfern, um der nachfolgenden Generation etwas mehr Leichtigkeit zu geben.  All unsere Helden tragen eine Liebe in sich, die menschliche Grenzen übersteigt. Mit ihrem Handeln schauen sie nicht auf sich selbst, sondern auf andere. Wenn sie etwas erhalten, so teilen sie es.

Diese Liebe macht sie zu Helden. Sie setzt ein Potenzial in ihnen frei. Einen starken sich für andere einzusetzen. Wenn wir uns zu Helden dieser Liebe machen lassen, können wir wahre Wunder erleben. Wir müssen nur vertrauen zu gehen. Auch Du und ich.

Hier noch ein paar Fotos von heute:




 

Geschrieben am 21 Apr 2017 von Administrator
Ukraine RIDE 06.04.2017

Gebrochene Kinderträume

Der letzte Tag in Ivanychi. Der letzte Tag an dem wir mit den Kindern Zeit verbringen konnten. Der letzte Tag um Helden kennen zu lernen, zu erleben – ja vielleicht selbst ein Held zu werden. Am Vormittag gingen wir wieder ins Kinderheim. Die Situation dort berührt uns als Gruppe in diesem Jahr besonders. Die Kinder lechzen nach Liebe und klammern sich an jedes Fünkchen Aufmerksamkeit. Es herrscht eine wirklich bedrückende Stimmung. Die Kinder leben in absoluter Perspektivlosigkeit. Nach der 10. Klasse müssen die Kinder das Heim verlassen. Ohne Familie die sie bei der Suche nach einer Arbeit, Wohnung oder Ausbildung unterstützt, verfallen viele in die Kriminalität. Die meisten der Mädchen werden Prostituierte nach dem Schulabschluss. Gesetzlich ist Prostitution in der Ukraine verboten, doch um auch nur an ein wenig Geld zu gelangen verfallen die meisten der Mädchen in illegale Prostitution. Doch das eigentlich Schreckliche ist: Sie sind sich dem absolut bewusst. In Gesprächen ließen die Mädchen im Heim immer wieder Sätze fallen wie „Wenn ich Prostituierte bin…“ und ähnliches. Jedes einzelne Kind in diesem Heim ist sich seiner Perspektivlosigkeit bewusst. Ein Zustand der Träume nicht einmal erst entstehen lässt. Sie alle sind ihrem Kind-sein beraubt. Da es heuet Schüttete als wäre eine Klospülung im Himmel kaputt, konnten wir unser geplantes Programm nur in der Essenshalle des Heims machen. Wir verteilten Waffeln an die Klassen. Klingt einfach, ist es aber nicht. Um es in den Worten eines der Leiter zu sagen (dessen Namen wir an dieser Stelle lieber nicht erwähnen, nicht dass wir uns noch Ärger einheimsen): „Ich drehe durch. Woher soll ich wissen wer jetzt schon eine Waffel hatte? Wer hatte denn noch keine? Wir bräuchten da ne App dafür!“ Alle die gerade nicht damit beschäftigt waren den Waffel-Überblick zu behalten, trotzt deutsch-strukturiertem System war das beinahe Unmöglich, spielten mit den Kindern oder brachten ihnen ein paar Gitarren Akkorde bei. Absolut bewegend war der Abschied von den Heimkindern. Wir spielten eine Pantomime vor und zum ersten Mal war es mucksmäuschenstill in diesem Raum. Kinder die sich zuvor getreten, geschlagen und angeschrien hatten, waren plötzlich ruhig, mit ihrer Stimme und in sich selbst. Wir erzählten in einer kurzen Andacht von unserem Glauben an Jesus. Dass er jeden Menschen liebt, ohne dass dieser sich das extra verdienen muss. Die Kinder waren berührt und wünschten sich zu beten. Es war als wäre die Sonne aufgegangen in diesem Raum. Doch an diesem Tag standen noch mehr Abschiede an. Durch den starken Regen konnten wir uns auch in Nezabudka nur im Haus aufhalten. Doch die Stimmung war ausgelassen. Zum Abschied sangen wir alle gemeinsam: Die Kinder und Erzieher, wir Pfadfinder und Ride-Teilnehmer. Besonders ein ukrainisches Lied ist uns ans Herz gegangen und im Ohr geblieben. Da jeder Mensch, auch die Leser eines Pfadfinder-in-der-Ukraine-Blogs das Anrecht auf einen guten Ohrwurm haben, wollen wir diesen natürlich mit euch teilen.



Den Abend verbrachten wir mit den Mitarbeitern von Nezabudka. Wir hatten ein großartiges gemeinsames Abendessen und eine tolle Gesprächszeit. Wir wollten ihnen Gottes Segen weitergeben und so beteten wir für jeden einzelnen von ihnen. An diesem letzten Abend in Ivanychi sind sie unsere Helden. Slavik, ein Erzieher, der für viele der Kinder die Papa-Rolle übernimmt, da sie ohne Vater oder mit schwer alkoholabhängigen Vätern aufwachsen. Mimi und Sascha, deren Herz für Gott brennt. Anja, die für jeden ein offenes Ohr hat. Lessja und Irina, die Köchinnen, die Tag für Tag Festmähler zaubern. Sneshana, die Leiterin des Heims die mit viel Fingerspitzengefühl zwischen Deutschen und Ukrainern vermittelt. Natascha, die in jedes Chaos Ruhe bringt. Sie stehen jeden Tag für diese Kinder ein. Trocknen Tränen, spenden Trost und Liebe. Das was wir in dieser einen Woche hier den Kindern geben konnten, schenken sie ihnen Tag für Tag. Die Mitarbeiter von Nezabudka lieben die Kinder, als wären es ihre eigenen. Sie streiten für ihr Glück. Nur wenige Menschen werden je erfahren, was diese Menschen hier Tag für Tag großartiges leisten. Nur wenige Menschen werden ihre Werke sehen. Doch sie geben nie auf. Damit sind die Mitarbeiter von Nezabudka nicht nur heute Abend unsere Helden. Ihre Heldenhaftigkeit nehmen wir mit nach Hause. Nezabudka – Vergiss mein nicht. Das haben wir den Menschen von Ivanychi beim Abschied versprochen. Wir hoffen, dass auch ihr sie nicht vergesst.

Hier noch ein paar Fotos von heute:







 

 

Geschrieben am 07 Apr 2017 von Administrator
Ukraine RIDE 05.04.2017

Tränen rannten über Evgenia Wangen. Sie konnte nicht verstehen was wir sangen, aber nach jedem Lied bat sie uns nicht aufzuhören, sondern weiter zu singen. Sie lag auf einem schmalen Bett in einem kleinen, lieblosen Zimmer. Sie hatte uns erzählt, dass ihre Schmerzen manchmal so stark waren, dass sie nur noch zum Himmel schreien könne.

Ich wäre gerne die Heldin dieser Geschichte. Würde in diesem Blog gerne schreiben, dass ich mich zu ihr aufs Bett saß und sie in dem Arm genommen habe. Aber ich tat es nicht. Ich konnte es nicht. Am Vormittag des 5. April waren wir im Altenheim der Region Ivanychi. Doch wie so oft mussten wir lernen, dass Worte hier in der Ukraine oft eine andere Bedeutung als in Deutschland haben. In diesem Land sind „Altenheime“ Häuser, in denen Menschen mit zu starken Einschränkungen leben, als dass sie alleine in ihren Dörfern leben können. Menschen, die niemanden haben, der sich um sie kümmert oder für sie sorgt. Niemand, der an sie denkt. Zwar geben sich die Heimleitung und die Angestellten sehr viel Mühe, aber eine Familie können sie nicht ersetzen. Die meisten der Bewohner sind im Seniorenalter. Allerdings werden in der Ukraine auch Menschen mit körperlichen Gebrechen, Lähmungen oder Behinderungen in solche Heime gebracht. Seit Jahren unterstützt Vergiss-mein-nicht e.V. das Altenheim in Staroporetzk. Auch die Matratze, auf der Evgenia lag, konnten wir durch eine Spende an das Heim geben. Doch egal welche Art von Sachspenden wir mit ins Heim brachten - Dinge, die dringend benötigt werden und dort fehlen, wie Shampoo, Seife und Handtücher - viel mehr zählte, dass wir bei ihr waren. Dass wir für sie sangen, auf einer Sprache, die sie nicht verstand. Dass wir für sie beteten und fragten, wie es ihr geht. Wenn ich sage, dass ich gerne die Heldin dieser Geschichte wäre, dann muss ich bedauern, es nicht zu sein. Von dem Moment an, in dem wir das Altenheim betraten, schnürte es mir die Kehle zu. Ich konnte nicht singen – Bei jedem Wort stockte meine Stimme, ich rang nach Atem und Tränen schossen mir in die Augen. Ich konnte nicht für Evgenia oder einen der anderen Heimbewohner beten. Ich saß nicht an ihrem Bett, sondern weinend in einer Ecke des Zimmers. Vielleicht waren es die furchtbaren, wirklich schlimmen Umstände, unter denen diese alten Menschen leben. Vielleicht die Rührung und die Tränen, die sie weinten, während wir sangen. Vielleicht das Bewusstsein, dass es Menschen gibt, die nie gefragt werden, wie es ihnen geht. Und das Wissen darum, dass, wenn sie in einem Land wie Deutschland geboren worden wären, ihre Situation anders wäre. Wir haben Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. In Werkstätten können sie ihr handwerkliches Geschick einsetzen und in betreuten Wohnanlagen wird um sie gesorgt. Hier stand ich vor Menschen, die Tiefen erlebt hatten, die kaum vorstellbar sind. Und selbst im hohen Alter sind diese Menschen alleine. Immer wieder betonten sie, dass sie sich schon freuen, uns im nächsten Jahr wieder zu sehen, wieder singen zu hören. Evgenia verabschiedete sich mit den Worten „Du bist so hübsch und noch so jung!“ und sprach ein Segensgebet. Eine Frau, der ich nichts geben konnte, außer ein paar Lieder, die sie nicht einmal verstand, gab mir alles, was sie konnte.

Wir hatten kaum Zeit, die Erlebnisse des Vormittags zu verarbeiten. Als wir wieder in Nezabudka ankamen, warteten die Kinder schon gespannt auf uns. Jeder von uns hatte sofort mehrere von ihnen um den Hals fliegen und an der Hand. Wieder verbrachten wir mit ihnen Zeit mit Ballspielen und Pfadfinder-Workshops. Doch heute hatten wir auch die Gelegenheit einiger der Kinder zu Hause bei ihren Familien zu besuchen. Die Häuser, in denen die Kinder aufwachsen, sind sehr einfach. Meist lebt eine ganze Großfamilie auf engstem Raum. Mehrere Kinder müssen sich ein Bett teilen. Die Häuser sind so schlecht isoliert, dass bereits jetzt im April die Luft so stickig ist, dass dort kaum unbeschwert geschlafen werden kann. Im Grunde gingen wir ohne jegliche Erwartungen zu diesen Familien. Wir kamen in der Annahme nur wenige Minuten ins Haus schauen zu können. Doch alles kam anders: Als wir das Grundstück betraten, wurden wir mehr als herzlich, ja eher königlich empfangen. Die Mutter hatte für uns den halben Vormittag in der Küche gestanden. Wir wurden in das Wohnzimmer geführt, das gleichzeitig auch als Küche diente. In ihm stand ein kleiner Ofen, der mit Feuer beheizt wird, um zu kochen. Immer wieder betonte sie, wie dankbar sie für Nezabudka ist. Dass sie nicht wisse, was sie ohne es machen sollte. Ihre gesamte Wohnung war mit Möbeln eingerichtet, die wir gespendet hatten. Über Jahre hinweg konnte sie so ihr Haus einrichten – Mit Sofas, Betten uns Matratzen, die Jahr für Jahr mit kleinen Lastwagen in die Ukraine gebracht werden. Von den Familien bekamen allein wir all den Dank, der doch so viel mehr Menschen zu steht. Jedem einzelnen, der eines der Möbelstücke in den letzten Jahren, oder einen kleinen oder großen Geldbetrag gespendet hatte, jeder, der in der Vergangenheit mit auf diesem Ride in der Ukraine war. Doch wir bekamen ihn. Das ist so beschämend, dass wir kaum einen Bissen des aufwendig zubereiteten Festmahls herunterbekamen. Deswegen möchten wir diesen Dank mit euch teilen.

Wenn wir in diesem Blog von Helden erzählen, dann sind heute unsere Helden all die Menschen in Deutschland, die unseren Einsatz hier ermöglichen. Jeder, der diese Zeilen liest, ist unser Held. Ihr habt durch eure Spenden ermöglicht, dass Kinder Kleidung haben, Familien ein Bett, alte Menschen einen Moment der Freude. Ihr seid es, die einfach durch Teilen oder Weitergeben anderen dient. Und damit seid ihr ganz nah an Jesus. Denn alles, was wir für einen anderen Menschen – und in der Bibel heißt es für den Geringsten – getan habt, das habt ihr Gott getan.

Hier noch ein paar Fotos von heute:







Geschrieben am 06 Apr 2017 von Administrator
Ukraine RIDE 04.04.2017

Das Kinderheim von Ivanychi

Jeden Tag eine gute Tat – Das verbinden die meisten Menschen mit Pfadfindern! Doch wir als Royal Rangers haben einen anderen Leitspruch: Allzeit bereit für Jesus! Unter diesem Motto stand unser dritter Tag in der Ukraine. Am Vormittag haben wir das städtische Kinderheim besucht, welches im Zentrum von Ivanychi liegt. Obwohl die Kinder dort nach drei Monaten wieder Schule hatten, stürmten sie in der Pause alle zu uns raus. Vor allem merkten wir recht schnell: Die Kinder freuten sich über kleine Aufmerksamkeiten, wie zusammen rennen oder Fußball spielen. Obwohl die Verständigung schwierig war, schafften wir es letztendlich Teams für ein Fußballspiel zusammen zu stellen oder mithilfe von Mitarbeitern von Nezabudka Gespräche zu führen. Gestern lernten wir ja, dass es keiner gleichen Sprache benötigt, um miteinander liebevoll umzugehen. Das Kinderheim in Ivanychi beherbergt neun Monate im Jahr Kinder aus der gesamten Region, die unter prekären Verhältnissen aufwachsen. Es gleicht eher einer Art Internat, die Kinder haben zwar teilweise noch Familien, doch jedes von Ihnen hat bereits ein Schicksal hinter sich. Und genau so ein Schicksal führt uns zu unserem Held des Tages. Als sich unser Besuch langsam dem Ende neigte lernten wir Petje kennen. Als Baby wurde er von seinem alkoholkranken Vater aus dem ersten Stock eines Wohnhauses geworfen. Seit dem kann zwar stehen, aber kann keinen Schritt gehen. Er verpasste unseren Besuch, denn als wir ankamen war er auf seinem Zimmer – unvermögend heraus zu gehen. Als wir ankündigten bald zu gehen kam ein Junge angestürmt, wir müssten warten, er holt Petje. Erst als er nach einigen Momenten um die Ecke kam wussten wir wer Petje war: Der kleine ungefähr 8-jährige Junge hatte sich quer über die Schultern seinen Freund gelegt. Er war ein Kopf größer als er und somit auch deutlich schwerer. Aber ohne zu murren brachte er ihn zu uns mit den Worten „Das ist Petje, ich trage ihn seit fünf Jahren überall hin wo er möchte!“. Von den Erziehern erfuhren wir die Hintergründe der beiden Jungen. Seit dem ersten Moment im Heim waren die beiden Freunde. Eine Freundschaft, die unergründlich erscheint. Ein Junge der nicht laufen kann, wird getragen von seinem Freund. Tag ein Tag aus, seit Jahren. Wir hatten Süßigkeiten für die Kinder dabei, doch scheinbar bereits alle verteil als Petje von seinem Freund geschultert wurde. Wie durch ein Wunder hatte jedoch einer unserer Pfadfinderleiterinnen noch eine komplette Hand voll – Und Petje, der als letzter zu uns kam, nur durch Hilfe eines Freundes, bekam er eine komplette Ladung Süßigkeiten. Eine Geschichte, die wir nicht kommentieren müssen. Ein Held, der uns Erwachsenen Spurensucher die Sprache verschlagen hat. Nach einem emotionalen Abschied, bei dem es uns schwer fiel die Kinder aus dem Auto zu halten und selbst zu gehen, da uns die Kinder anbettelten noch zu bleiben fuhren wir mit gemischten Gefühlen zum Haus Nezabudka zurück. Unsere Gefühle schwankten zwischen Mitgefühl und Unfähigkeit die Situation der Kinder langfristig zu ändern. Als wir wieder in der Station ankamen, wurden wir von den Kindern, die früher Schulschluss hatten stürmisch begrüßt und umarmt. Da vor allem kleinere Kinder da waren, spielten wir Spiele, wie Fangen oder Huckepackrennen. Nachdem es langsam voller wurde, boten wir nach einem leckeren Mittagessen auch unsere Workshops an. Für heute war Kinderschminken und Luftballonfiguren machen, sowie Slackline laufen geplant. Obwohl es viele unterschiedliche Möglichkeiten für die Kinder gab sich zu Beschäftigen suchten sie immer wieder unsere Nähe und forderten uns zum Spielen auf. Da wir den ganzen Tag Sonnenschein hatten, konnten wir alle Aktivitäten draußen ausüben. Nach einem schönen, aber durch die viele Bewegung auch anstrengenden Tag, besuchte uns am Abend die Jugendgruppe, die von Mimi und Sascha geleitet wird. Zusammen verbrachten wir eine gute Zeit mit Musik, einer Andacht und Lagerfeuer. Obwohl es im Vorhinein sorgen über die Beschäftigung gab, hatte wir den ganzen Abend etwas zu tun und freuten uns, dass Jugendlichen so gut aufgenommen wurden. Da die meisten der Jugendlichen in die Schule gehen oder schon studiere, mussten wir den sehr schönen Abend schon um halb zehn beenden.

 

Hier noch ein paar weitere Fotos von heute:





Geschrieben am 05 Apr 2017 von Administrator
Bericht vom 03.04.2017

Dank der langen Busfahrt hatten wir alle eine sehr angenehme Nacht. Frisch und munter starteten wir am Montag mit einem typisch ukrainischen Frühstück: Wurst ohne Ende. Aber das macht den müden Pfadfinder munter und so konnten wir mit den ersten Aufgaben vor Ort beginnen. Das Nezabudka-Gebäude konnte seit dem letzten Besuch dank Spenden aus Deutschland erweitert werden. Das ist dringend nötig, da immer mehr Kinder am Programm teilnehmen. Der Erweiterungsbau dient in erster Linie dazu, eine Treppe in ein geplantes erstes Stockwerk bauen zu können. Aktuell fehlen die nötigen finanziellen Mittel um das erste Stockwerk auszubauen, aber wir sind zuversichtlich es irgendwann durch Spenden realisieren zu können.

Den ganzen Vormittag über bereiteten wir die Sachspenden vor: Für das örtliche Altersheim stellen wir Pakete mit Schokolade, Handtücher und Shampoo zusammen – Dinge die dort dringend benötigt werden. Auch die fünf Koffer voller Schuhe mussten sortiert werden. Es dauert nicht lange und der Aufenthaltsraum der Kinder glich einem Schuhbazar. Doch genau das war unser Plan. Als zum Mittagessen die ersten Kinder eintrafen stieg der Lautstärkepegel rapide an, denn immer wieder waren Freudenschreie über die Geschenke zu hören. Während des ganzen Tages war vor allem eines besonders eindrücklich. Wir hatten zwar einige Workshops wie Malen, Slackline laufen und Wikinger-Schach vorbereitet, doch all das brauchten die Kinder nicht. Das einzige was sie von uns wollten war unsere Aufmerksamkeit. Nur sehr wenige von uns sprechen oder verstehen Ukrainisch. Aber das war auch nicht nötig. Zwar plapperten viele der Kinder wild immer wieder auf uns ein und wir in unserer deutschen Sorgfalt konnten nur die Stirn runzeln – doch schlussendlich lernten wir, dass man nicht dieselbe Sprache sprechen muss um einem Menschen in Liebe zu begegnen. An diesem ersten Tag wurden alte Freundschaften wieder aufgelebt und neue begründet. Besonders deutlich wurde das durch die Geste eines der Jungen. Plötzlich stand er mit einem kleinen Hundewelpen im Garten und wollte ihn als Dank einer der Pfadfinderleiterinnen schenken. Auch wenn aus unserer Sicht das als unbedachte Geste erschienen mag, zeigt es doch die bedingungslose Wertschätzung der Kinder uns gegenüber. Wir wollten in diesem Blog von Helden berichten, von Helden erzählen und wie sie auf unser Leben wirken. Heute erlebten wir durch einen Hundewelpen was Heldentum bedeutet. Denn manchmal bedeutet ein Held zu sein, einfach nur bedingungslose Liebe zu zeigen.

Hier noch ein paar weitere Fotos von heute:





Geschrieben am 03 Apr 2017 von Administrator
Ride 2017

Die Reise geht los
Das ist die Geschichte von 13 christlichen Pfadfindern, die sich auf den Weg in die Ukraine machten. Wir besuchen dort Nezabudka, eine Kindertagestätte die von dem Verein  „Vergiss-mein-nicht e. V.“ getragen wird. Zwar sind wir nicht die Helden der Geschichte die auf diesem Blog zu lesen ist, aber sie wird aus unserer Sicht erzählt. Wer die wahren Helden sind? Das erfahrt ihr in diesem Blog. Aber so viel sei verraten: Unseren größten Helden kennt ihr schon.

Auf dem Weg nach Ivanychi
25 Stunden – die Zeit, die der Bus von Frankfurt am Main nach Lemberg in der Ukraine gebraucht hat. 25 Stunden, in denen wir mehr oder minder freiwillig zu Profis in ukrainischer Popmusik und dramatischen Liebesfilmen wurden. Verstanden haben wir zwar nichts, aber mitgesungen trotzdem. Ganz pfadfinderlike freundeten wir uns mit dem ganzen Bus an. Denn in unseren Kluften und Halstüchern waren wir das optische Highlight der Reisegruppe. Vielleicht auch ein wenig zu auffällig, denn an der polnischen Grenze zur Ukraine haben wir über eine Stunde gewartet um die EU verlassen zu können und mussten unter kritischen Blicken den Grenzbeamten erklären, warum wir in voller Pfadfindermontur und Kiloweise Schokolade munter Richtung Osten fahren.
Doch eigentlich begann das Abenteuer schon viel Früher: Wir würden gerne behaupten heldenhaft, im Morgengrauen mit Rucksack und Gitarre auf dem Rücken gestartet zu sein. Doch die Realität sah anders aus: Gepäckchaos am Morgen des 1. April, unscheinbar in Nebenstraße des Frankfurter Hauptbahnhofs. Dank zahlreicher Sachspenden reiste jeder von uns mit zwei Gepäckstücken voller Schuhe, Schokolade (man bemerke die Geruchskombination) und anderen dringend benötigter Hilfsgüter wie Zahnpasta oder Socken. Das brachte den Busfahrer erst einmal ins Schwitzen. Das Gepäck verladen glich einem Tetris-Spiel, doch schon hier merkten wir, dass unsere Reise wirklich gesegnet sein wird. Der Busfahrer gab uns ein komplettes Abteil für die Hilfsgüter und das obwohl der Bus bis auf den letzten Platz ausgebucht war. Da der Bus noch durch zahlreiche andere Städte in Deutschland fuhr, Marburg, Kassel, Göttingen, Erfurt, Halle und Leipzig war das ein echtes Wunder. Wir mussten sogar einmal alles umpacken, doch nie gab es Probleme mit unserem „Übergepäck“. Viel trug die Freude um unser verstautes Gepäck uns durch eine wirkliche anstrengende Busfahrt. Bei 25 Stunden in einem Reisebus, schmerzt selbst der jüngste Rücken und sämtliche Liege und Schlafpositionen wurden mehr als einmal ausgetestet. Doch genug des Gejammers, schließlich möchte niemand Geschichten von 13 christlichen Pfadfindern lesen, die Rückenschmerzen haben. Auch Probleme mit der Klimaanlage und der Toilette behalten wir lieber für uns. Denn feststeht: Als wir in Lemberg ankamen, war die Anreise schnell vergessen. Uns begrüßte Sonnenschein über einer wunderschönen Stadt. Um ein wenig im Land anzukommen gönnten wir uns einen Tag in der historischen Stadt. Und wir wurden nicht enttäuscht: Straßenmusiker sorgten für den passenden Groove und der Duft nach frischem Apfelstrudel stieg uns in die Nasen. Vor allem kulinarisch wird und Lemberg in Erinnerung bleiben. Zu Mittag aßen wir in einem idyllischen Restaurant, eingebettet zwischen der alten Stadtmauer und historischen Gebäuden. Den Restauranttipp hatten wir von Mimi, sie leitet die soziale Arbeit in Nezabudka und betreut einheimische Familien. Sie und ihr Ehemann Sascha führten uns durch die Stadt bis wir in kleinen Gruppen losstürmten um uns in Cafés zu entspannen und den Künstlermarkt zu erkunden. Doch eigentlich sind wir damit schon bei der ersten Heldin der Geschichte: Mimi. Vor 20 Jahren kam Mimi zum ersten Mal nach Ivanychi und war seit der Gründung Nezabudkas mit dabei. Inzwischen ist sie die Leiterin der sozialen Arbeit vor Ort. Gemeinsam mit ihrem ukrainischen Ehemann Sascha widmet sie ihr Leben den Menschen in Ivanychi. Jeden Tag stellt sie sich auf ein Neues den Herausforderungen des ukrainischen Landlebens: Im Winter geht die Temperatur auf bis zu 21 Grad Minus runter, die Infrastruktur ist sehr schlecht und die Region verarmt. Mimis Herz schlägt für Jesus und das trägt sie in die Region Ivanychi. Doch von Mimi werdet ihr noch mehr hören.
Als wir endlich gegen 20.00 Uhr kamen wir in Ivanychi an. Von den Mitarbeitern von Nezabudka und einigen Kindern wurden wir stürmisch begrüßt. Obwohl wir viel später als erwartet ankamen, wurden wir herzlich empfangen. Spätestens als uns Pelmeni, ein super leckeres ukrainisches Essen, aufgetischt wurde wussten wir:
Wir waren zu Hause angekommen.

Hier noch ein paar Fotos von heute:







Geschrieben am 03 Apr 2017 von Administrator
Glück

Щастя
(lit.: Schastija)

Heute Morgen verbringen wir nach dem Frühstück und der Morgenandacht unsere Zeit mit Kofferpacken. Mittlerweile hat jeder seinen Platz gefunden und werkelt, schwatzt oder spielt auf dem НЕЗАБУДКА-Gelände. Wir spüren den Zusammenhalt und die Freundschaft untereinander.
Von den Hauswänden strahlt uns farbenfroh die Lebensfreude entgegen. Vor dem glücklichen Kindergesicht machen wir zum Abschied ein Gruppenfoto. Es lässt Ivanychi und uns nicht vergessen, dass jedes Kind glücklich sein darf. Glück ist ein Grundrecht von uns allen.

Zusammenhalt, Frieden, Freundschaft, Hoffnung, Liebe, Glück - das bedeutet einfach:
Vergiss mein nicht

Hier noch 2 Gruppenfotos von uns (mit Klick auf das Bild in neuem Fenster groß öffnen):



Geschrieben am 09 Apr 2016 von Administrator
Liebe

Любов
(lit.: Lubov)



Leider ist uns auch wieder schnell bewusst, dass die Zeit rasend verfliegt. Heute ist der letzte Tag mit den Kindern.
Auf geht's! Nochmal im Kinderheim vorbeischauen und den Kindern unsere Abschiedsgeschenke überreichen. Dafür sind schon alle Päckchen gepackt, mit Süßigkeiten aller Art: Schokolade, Gummibärchen und Brause. Ganz geordnet kommen die Kinder klassenweise in den Speisesaal.
Als zusätzliche Überraschung warten über zehn Liter Waffelteig, die in unzähligen Waffeleisen, für die Kinder gebacken werden.

Wieder in der Station angekommen, beginnt das Nachmittagsprogramm mit den Kindern, die gerade mit der Schule fertig sind.
Alle in unserer Gruppe können den Unterschied zwischen den Kindern im Heim und in der Station erkennen. Wir stellen fest, dass in der Station ein Ort der Zuflucht, Geborgenheit und Liebe geschaffen wurde. Die Kinder dort, können jeden Tag kommen und es warten immer Menschen auf sie, die sie mit Liebe empfangen und sie in ihrem Alltag begleiten. Im Kinderheim dagegen suchen die Kinder leider oftmals vergeblich die Liebe der Betreuer und versuchen, wenn es sich anbietet, so viel aufzusaugen wie es möglich ist. Aber dafür sind wir natürlich immer zu haben.
Es sollten mehr Kinder aus dem Kinderheim nach der Schule in die Station kommen.
Am Nachmittag wird die Südseite der Station weiter verschönert. Hier können alle Kinder mithelfen und sich mit Sprühdosen weiter verwirklichen.
Nach einem ausgedehnten Nachmittag mit Programm und Ballspielen, Fangen und Basteln versammeln sich alle aus der Station im großen Aufenthaltsraum um sich zu verabschieden.
"Wir kommen nächstes Jahr wieder!"
"Wir werden euch nie vergessen!"
Die Abschlussrunde war sehr bewegend. Weinend aber auch lachend liegen wir uns in den Armen.

Es ist so traurig, dass wir wieder fahren müssen. Aber schön, dass es möglich ist, dass wir jedes Jahr wieder kommen können!

Hier noch einige Bilder:













Geschrieben am 09 Apr 2016 von Administrator
Hoffnung

Надiя
(lit.: Nadija)

Nach einem weiteren tollen Frühstück, ging es für die eine Hälfte unserer Gruppe auf den Markt, der nur mittwochs und samstags offen hat und unmittelbar am Kinderheim ist. Hier können vor allem die "Neulinge" die Kultur kennenlernen und entdecken, was es alles in Ivanychi zu kaufen gibt. Natürlich kann man es sich auf dem Rückweg nicht nehmen lassen während der großen Pause im Kinderheim vorbei zu schauen, um mit den Heimkindern Zeit zu verbringen und kleine Spiele zu spielen. 
Die andere Gruppe bereitet in der Hilfsstation parallel die Workshops für den Nachmittag vor, um den Tag für die Kinder mit Fußball, Fingernagel-Design und das kreative gestalten von Baumwolltaschen - mit: natürlich… Spraydosen zu ermöglichen. Hierfür können die Kinder mit Schablonen arbeiten oder einfach Freihand die Taschen gestalten um sie am Ende mit nach Hause zu nehmen. Hier ist es wieder einmal beeindruckend, wie lieb die Kinder miteinander umgehen, sich abwechseln und aufeinander achten, dass auch jedes Kind eine Tasche verschönern kann. An den Gesichtern kann jeder unschwer erkennen, dass sich die Kinder über ihre Taschen freuen. Am Abend findet ein großer kirchenübergreifender Gottesdienst statt. Die Pastoren Kolija und Tarass haben ergreifende Predigen für uns vorbereitet. Dazu singt Petja seine Lieder und erzählt uns seine Lebensgeschichte, die durch Kinderlähmung gezeichnet ist. Es ist so inspirierend, wieviel Hoffnung Petja trotz seinen Einschränkungen im Leben uns allen weitergeben kann.

Es ist eine sehr intensive Zeit. Danke an alle, die sich wieder so stark eingebracht haben. 

Wir werden die gemeinsame Zeit nie vergessen.

Hier noch einige Bilder:













Geschrieben am 09 Apr 2016 von Administrator
Freundschaft

ДРУЖБО
(lit.: Druschba)

Heute steht der Besuch im Altersheim an!
Wie jedes Jahr besuchen wir die Bewohner vor Ort, denn wir haben sie nicht vergessen.
Wir alle machen uns auf den Weg in das ca. 30-Fahrminuten entfernte Altersheim.
Im Gepäck dabei haben wir Подарки (lit.: Padarki, dt.: Geschenke) und natürlich eine Gitarre. Das Altersheim wird von den RIDElern jedes Jahr besucht.

Da die meisten leider nicht mehr gut zu Fuß sind, gehen wir von Zimmer zu Zimmer und singen ukrainische und deutsche Lieder.
Die Einsamkeit der Bewohner und die drückende Atmosphäre haben uns tief bewegt.

Am Nachmittag sind Workshops in der Station geplant. Hier können die Kinder nach der Schule und einem üppigen Mittagessen in der Kletterburg spielen, Nagellack designen oder die Ostfassade der Station im Graffiti-Style verschönern.
Alle machen mit und jeder kann sich einbringen.

Natürlich wird auch Fußball gespielt - und wir treten gegen die offizielle Fußballmannschaft von Ivanychi und die Fußballmannschaft aus dem Kinderheim an und wir gewinnen: Erfahrungen.

Heute Abend gibt es ein Come2gether in der Station.
Hier können wir uns austauschen, snacken und den Abend mit den Älteren aus der Jugendgruppe von Sascha und Mimi ganz gemütlich ausklingen lassen.

Was wir nicht vergessen wollen zu erwähnen, ist dass heute alle Kinder bei den Workshops super mitgemacht, sich gegenseitig unterstützt und aufeinander Acht gegeben haben.
Der Zusammenhalt - Зднання (lit.: Jednannija) - in der Station ist inspirierend tief und freundschaftlich.

Wir freuen uns auf Morgen.

Hier noch einige Bilder:















Geschrieben am 06 Apr 2016 von Administrator
Frieden

Unsere Gruppe ist komplett! Heute kommt die Vertretung des Stamms Marburg zu der RIDE-Gruppe dazu.
Gemeinsam packen wir die kleinen Geschenktüten, mit denen wir die Kinder der Station НЕЗАБУДКА (lit.: Nesabudka) und die Kinder im Kinderheim überraschen wollen. Alle Kinder sollen Schokolade, Gummibärchen und Luftballons als Abschiedsgeschenk bekommen.

Nachmittags machen wir einen Spaziergang ins Kinderheim, um dort gespendete Kleidung und Hilfsgüter zu übergeben. Heute ist der erste Tag nach den Osterferien und wir freuen uns, dass die Kinder im Heim gleich nach den Ferien mit neuem Spielzeug und Kleidung begrüßt werden können.

Wir haben die Räumlichkeiten des Kinderheims nicht vergessen. Bei den ersten Fahrten in die Ukraine wurden wir hier immer herzlich aufgenommen und konnten dort essen und übernachten.
Die Heimleitung zeigt uns die heutigen Schlaf- und Klassenzimmer, den Schulbetrieb und die Hausaufgabenhilfe. Im Vergleich mit früheren Besuchen sehen wir, dass die sehr kargen Schlafräume teilweise liebevoll durch die Initiative der Erzieher dekoriert wurden. Auch das Essen im Speisesaal sieht viel einladender aus.

Als wir wieder in der Station ankommen, strahlt uns ein blauer Himmel von der Hauswand entgegen. Wir sind ein bisschen erleichtert wieder in dieser heimeligen Oase anzukommen. Die Stimmung ist gelöst und friedlich. Wir spielen mit den Kindern und nutzen die letzten Sonnenstrahlen eines schönen Tages.
Was wir nicht vergessen können, ist, dass wir uns noch mehr Frieden für Ivanychi wünschen.

Hier noch einige Bilder:















Geschrieben am 06 Apr 2016 von Administrator
Zusammenhalt

ЄДНАННЯ
(lit.: Jednannija)

Es ist wieder soweit: Der internationale Hilfseinsatz der Royal Ranger macht sich auf den langen Weg zum Haus НЕЗАБУДКА (lit.: Nesabutka) in Ivanychi. Dieses Mal besteht die Reisegruppe aus Royal Rangern der Stämme Bensheim, Erzhausen, Heppenheim und Mühltal, aus alten Hasen und Neulingen.
Eine Besonderheit ist dieses Jahr, dass auch RIDEler, die bei den ersten Fahrten in die Ukraine dabei waren, mitkommen konnten. Da ist die Freude über das Wiedersehen auf deutscher und ukrainischer Seite groß. Die Teenager von damals treffen das herzliche Personal und lachen über alte Erinnerungen. Beeindruckend ist vor allem was für ein lebendiges Haus aus der einstigen Ruine geworden ist.

Wir wurden nicht vergessen - wie schön!

Das gemeinsame Abendessen stärkt zusätzlich den Zusammenhalt. Ehrenamtlich stehen die ukrainischen Damen zwei Tage lang in der Küche um uns zu verköstigen. Es gibt superleckere Pelmeni und sahnigen Kuchen. 

So viel Gastfreundschaft werden wir nicht vergessen. 

 

Geschrieben am 04 Apr 2016 von Administrator
Mittwoch, der 01.04.2015

Heute war leider schon unser letzter Tag in dem schönen Ivanychi, deshalb gab es mehrere Verabschiedungen, von den Kindern aus dem Kinderheim und auch von den Kindern aus der Station. Dafür haben wir extra für alle Kinder den halben Tag Waffeln gebacken.
Morgen Vormittag geht es um zehn Uhr los nach Lutsk und von dort aus fahren wir wieder mit dem Fernbus nach Frankfurt. Wir hoffen und beten, dass wir dieses Mal nicht ganz so viel Zeit im Bus verbringen müssen.

So nun aber erst mal zu ein paar Highlights von dem heutigen Tag.
Das wohl größte Erlebnis war ganz sicher die Taufe von Arian in einem kleinen See in der Nähe von Ivanychi. Während dem gesamten RIDE hat Arian immer mehr verstanden, dass er ohne Gott nichts tun kann und dass er sein Leben mehr nach ihm ausrichten will. Deshalb hat er sich entschieden, dass er getauft werden möchte und somit ganze Sache mit Gott macht. Bei der Taufe waren nicht nur alle RIDE Teilnehmer dabei, sondern auch alle Mitarbeiter von Nezabudka, die für Arian wie eine Familie geworden sind. Obwohl es den ganzen Tag ziemlich kalt war, kam während der Taufe die Sonne raus und in der Ferne war sogar ein Regenbogen zu sehen.

Uns ist klar, dass wir jedes Jahr nur diese kurze Zeit hier sein können und dass wir eigentlich viel mehr geben wollen, als in unserer Macht steht. Die Situation hier in der Ukraine und die Gesundheit der Mitarbeiter in Nezabudka und ihre Herzen können wir nicht verändern, aber was wir tun können ist zu beten und sie für die kommende Zeit zu segnen. Das haben wir dann auch am Abend gemeinsam gemacht, nachdem wir uns persönlich bei ihnen für alle ihre Mühe und Aufopferung bedankt haben. Dafür waren sie sehr dankbar und auch wir haben einiges bekommen, was man nicht bezahlen kann, unter anderem ihre Liebe und ihr Vertrauen.

Wer schon auf das Datum geschaut hat, ist bestimmt ein bisschen verwirrt, dass wir noch keinen Aprilscherz erzählt haben. Aber da wir den ganzen Tag so viele Termine hatten, wurden diese auf den Abend verschoben. Unsere Jungs haben sich nach dem gemeinsamen Abend abgeseilt und sind gemeinsam weg gefahren, um die Taufe zu feiern. Das war die perfekte Möglichkeit, doch noch ein oder zwei Aprilscherze zu machen. Wenn ihr Wissen wollt, wenn wir veräppelt haben, könnt ihr gerne nachfragen, wir sagen nur eins, wir haben viel gelacht.

Geschrieben von Janina und Ann-Katrin

Geschrieben am 01 Apr 2015 von Administrator
Dienstag, der 31.03.2015

Der Großteil der Gruppe durfte heute nach Lemberg reisen. Simon, Miroslava und ich durften jedoch unsere eigene Exkursion gestalten. Nach langem Beten und Bangen konnte ich den Kontakt zu den Sinti und Roma herstellen und uns beiden wurde erlaubt sie zu dritt zu besuchen. Durch Nowowolynsk, Vladimir gelangten wir nach vier Stunden Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu unserem Ziel. Auf der Reise bemerkten wir im Vergleich zu den vorherigen Jahren, dass sich das Land verändert hat. Was wir nur aus den Medien mitbekommen haben, wurde uns vor Augen geführt. An allen Stationen bemerkten wir junge Männer in Militäruniform, gerüstet für den Krieg.

Unser Ankunftsort, war nicht wie erwartet ein kleines Dörfchen, sondern eine Haltestellte im Nirgendwo. Eine ältere Dame wies uns die Richtung. Nach einer Stunde Fußmarsch durch Feldwege und Wald, erreichten wir ein kleines Dörfchen nicht unähnlich Ivanichi. Dort warteten wir und hofften, dass man uns weiter hilft. Plötzlich tauchte ein Mann auf der uns bat ihm zu folgen. Gutgläubig folgten wir ihm. Es stellte sich ihm Gespräch heraus, dass er der Nachbar sei, der Familie, die wir besuchen wollten. Jedoch sei der Junge denn ich eigentlich besuchen wollte gar nicht anwesend. Zunächst schien, dies ein herber Rückschlag für mich zu sein, dann jedoch tauchte ein kleiner Junge in zerrissenen Klamotten auf. Es war der zwölf jährige Bruder von Vanja.
Des Weiteren hatten wir nicht mit Vanja meinem Pflegebruder telefoniert sondern mit seinem Vater, der den gleichen Namen trägt.
Das kleine Missverständnis hat Simon, unsere Übersetzerin Miroslava und mich direkt zu der Familie geführt. Diese staunten nicht schlecht, als plötzlich drei Ranger bei ihnen im Hof standen.

Wir wurden direkt zu einer großen Portion Borsch eingeladen und Tee. Die Familie scherte sich zunächst nicht darum wer wir sind, es ging erstmal vorwiegend uns rundherum zu versorgen. Erst im Laufe des Gespräches nannte ich meinen Namen und Erkenntnis breitet sich bei der Familie aus. Sie lachten alle und zeigten auf die Gitarre an der Wand, welche ich dem jüngeren Vanja damals vor zwei Jahren schenkte. Mir fiel es schwer, zu glauben, dass es Haargenau die gleiche sei, jedoch war meine Unterschrift drauf.
Die ganze Familie dankte mir, was ich für den kleinen getan habe.
Sie erzählten mir alle von ihrem Leben, Jobs und wie die Situation in der Ukraine für sie persönlich sei. Die gesamte Familie bestand aus 9 Familien Mitgliedern, welche auf kleinstem Raume beisammen saßen, mit uns dreien wurde es wirklich eng.

Wir erzählten von unserer Arbeit und wie das Leben wirklich in Deutschland ist. Für die meisten ist, dies wahrscheinlich unvorstellbar, aber für diese Familie schien Deutschland wie ein Paradies zu sein. Ein Land in dem es eine Krankenversicherung gibt, in dem Menschen geholfen wird. Zum Großteil schlägt sich die Familie mit Gelegenheitsjobs durch.
Vanja, dass Familienoberhaupt und auch zugleich mit 43 Jahren der älteste der Familie, hatte im letzten Jahr einen Herzanfall und sorgt momentan die meiste Zeit für die Familie und kümmert sich um die kleinen. Nach drei Stunden Gesprächen und einer Einladung den Rest des Familienclans kennenzulernen machten wir uns auf den Rückweg, um den anderen RIDE Teilnehmern von unseren Erfahrungen zu berichten.

Geschrieben von Arian

Geschrieben am 01 Apr 2015 von Administrator
Montag, der 30.03.2015

Wir haben das nahegelegene Altersheim besucht und die Begegnung mit den alten Menschen war sehr interessant, aber auch erschreckend.
Die Bewohner haben sich sehr über unseren Besuch gefreut und wir auch.
Wir haben für sie gesungen und mit ihnen geredet und ihnen Geschenke mitgebracht.
Heute war der erste Schultag nach den Ferien und die Kinder waren am Nachmittag in der Station und haben mit uns Workshops gemacht.
Am Abend haben wir Mimis Geburtstag im Restaurant gefeiert.
Es war ein schöner Tag und wir sind gespannt, was morgen in Lemberg auf uns zukommt.

Geschrieben von Kai B. , Noah W. und Simon B.

Geschrieben am 31 Mar 2015 von Administrator
Sonntag, der 29.03.2015

Für den Gottesdienstbesuch heute Morgen teilen wir uns auf.
Beide Gruppen bekommen in den jeweiligen Kirchen die Gelegenheit, den Gottesdienst mitzugestalten. Wir erzählen von persönlichen Begegnungen mit Gott, die unser Leben geprägt haben. Auch wir werden durch Zeugnisse der Ukrainer ermutigt und dürfen durch die Predigt neben Gottes Wort auch Anschauungen der Menschen und die ukrainische Kultur besser kennen lernen. Wir singen noch ein paar deutsche oder englische Lieder. Als besonders bewegend empfinden wir es, wenn die Ukrainer die Lieder ebenfalls kennen und in ihrer Sprache mit einstimmen.

Da die Gottesdienste in der Ukraine in der Regel  etwas länger dauern als in Deutschland, freuen wir uns über den Spaziergang von der Gemeinde zurück zur Station. Begleitet werden wir von einigen Kindern und Jugendlichen aus der Gemeinde.
Angekommen in Nezabudka erwartet uns auch jetzt wieder ein köstliches Mittagessen.
Der Nachmittag gestaltet sich offen. Manche von uns besuchen die Kinder im Internat, wo wir ungezwungen mit den Kindern Fußball und anderes spielen.

Zum Abendessen verabschieden wir uns und werden in Nezabudka mit Pizza und Softdrinks überrascht. Die Gastfreundschaft der Menschen hier überwältigt uns immer wieder aufs Neue. Da heute Sonntag und gleichzeitig Ferienende ist, sind viele Besucher in der Station.
Wir unterhalten uns auf Ukrainisch, Russisch, Englisch, Deutsch oder auch mit Händen und Füssen. Trotz der Sprachbarriere herrscht ein bereicherndes Gemeinschaftsgefühl.
Der Tag neigt sich dem Ende zu.
So müde und doch bereichert wir uns heute Abend fühlen, freuen wir uns doch auf weitere Erlebnisse und Begegnungen.

Geschrieben von Melanie

Geschrieben am 30 Mar 2015 von Administrator
Samstag, der 28.03.2015

Heute durften wir uns nach der anstrengenden Fahrt etwas ausruhen und haben erst um kurz vor neun gefrühstückt. Danach haben wir gemeinsam besprochen, wie der Tag aussieht und was alles ansteht. Ein Teil der Gruppe hat sich darum gekümmert, die gespendete Schokolade, die anderen Süßigkeiten, die Socken, Shampoo und Duschgel, in kleine Päckchen zu verpacken. Danach war noch etwas Zeit, in der die Gegend um die Sozialstation herum etwas erkundet werden konnte.

Nach dem Mittagessen sind wir dann ziemlich direkt losgefahren, zu dem Kulturpalast (ein kulturelles Center in Ivanychi). Diesen haben wir gemietet um für die Jugendlichen aus der Stadt einen Nachmittag zu gestalten. Hierfür haben wir auch eine christliche Band aus Lutzk eingeladen, die das Programm musikalisch begleitet hat.

Der ganze Abend war sehr schön, es gab gute Musik, ein bisschen was zum Essen und Trinken, witzige Spiele zum Auflockern der Atmosphäre, die Vorstellung unserer Gruppe und einige sehr berührende Zeugnisse. An dem Abend sollte es eigentlich hauptsächlich um die Jugendlichen gehen, aber es waren auch viele Kinder und auch einige ältere Menschen mit dabei. Auch sie konnten etwas von der Botschaft mitnehmen und waren von den unterschiedlichen Zeugnissen sichtlich bewegt.
Der Abend stand unter dem Thema "Chancen im Leben" es ging darum den Jugendlichen zu vermitteln, dass es eine Perspektive für ihr Leben gibt, etwas für das es sich lohnt zu leben. Durch unsere Zeugnisse wurde ihnen bewusst, dass Geld nicht alles ist und dass es sehr viele Menschen gibt, die scheinbar alles haben, aber trotzdem nicht glücklich sind. Das einzig wahre, was Erfüllung bringt, ist das Leben mit Jesus und das Wissen, dass Gott uns liebt.

Die ganze Band haben wir als Dankeschön mit zu Nezabudka genommen und sie zum Abendessen eingeladen. Während wir bei dem Jugendtreffen waren haben die Mitarbeiter von der Station mal wieder ein grandioses Essen gezaubert, welches wir dann in vollen Zügen genießen durften. Der Abend wurde abgeschlossen mit einer kurzen Reflexionsrunde und einem politischen Einblick in die Situation in der Ukraine, der sehr spannend war. Einige Informationen werden von den europäischen Medien so sehr gefiltert, dass sie ganz anders in Deutschland ankommen.


Geschrieben von Ann-Katrin

Geschrieben am 29 Mar 2015 von Administrator
Donnerstag, der 26.03.2015
Geschrieben am 28 Mar 2015 von Administrator
Wir fahren auch dieses Jahr wieder!

Ostern steht vor der Tür - Zeit, wieder in die Ukraine zu fahren.
Wir werden auch dieses Jahr wieder in die Ukraine fahren, mehr dazu bei "Über Uns".
Hier werden die Berichte vom Jahr 2015 auch bald veröffentlicht.

Geschrieben am 25 Mar 2015 von Administrator
Donnerstag, der 17.04.14
Heute frühstückten wir noch einmal gemeinsam, danach mussten wir uns schon von den Stationskindern verabschieden. Die Trennung fiel uns allen schwer, wir mussten noch einmal an die schöne Zeit denken, die wir zusammen hatten.
Einige Stationskinder hatten Tränen in den Augen, als sie uns die Hand gaben und auch viele von uns wären gerne noch länger hier geblieben. Selbst in dieser kurzen Zeit waren wir gute Freunde geworden und werden sie sicher vermissen, wenn wir wieder zu Hause sind.
Wir wünschten den Kindern alles Gute und freuen uns schon auf nächstes Jahr. 
 
Schließlich fuhren wir zum Rathaus, wo wir mit dem Landrat verabredet waren, um Bilder mit ihm zu machen. Hier bekamen wir eine Führung durch das Rathaus, die sehr interessant war. Man schenkte uns das Bild von einem Jungen, der auf dem Maidan gestorben ist und aus der Nähe von Ivanychi kam. Leider kam der Landrat viel zu spät, als er endlich ankam, waren wir schon so spät dran, dass wir keine Zeit mehr hatten, Fotos mit ihm zu machen.
Trotzdem hat sich der Aufenthalt im Rathaus gelohnt, da wir auf der Führung viele interessante Sachen lernen konnten.
Geschrieben am 18 Apr 2014 von Pascale

<< Previous 1 2 Next >>