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Ukraine RIDE 28.03.2018

Die morgendliche Runde dauert länger als gewöhnlich; es gibt viele Anliegen, viel Gebet. Man teilt seine Gedanken, sein Leben. Steht für andere ein. Und dankt Gott mit Liedern. Wir schöpfen Kraft und gehen gestärkt in den Tag.

Zuerst geht es ins Kinderheim. Für die meisten ein trostloser Ort. Dieses Jahr sind die Kinder leider nicht da, was die Lage nicht unbedingt verbessert... Trotz der für deutsche Verhältnisse schlechten Umstände geht es den Kindern hier besser als zu Hause - doch es bleibt der Gedanke, dass diesmal den Kindern ein Hoffnungsschimmer, ein kleines Licht verwehrt bleibt. Ausgerechnet in der einen Woche, in der wir hier sind, werden die Kinder in die Ferien geschickt. Zufall, ein fieser Plan? Wir können nur Vermutungen anstellen.

Der Weg zurück wird per Fußmarsch absolviert, bei unserer Ankunft sind bereits Kinder da. Spielen (ein neuer Kicker ist diese Woche gekommen!), Spaß haben, Zeit verbringen. Ganz einfach. Und doch so bedeutend. Kurz zweimal das Anspiel proben, bevor die Kinder fertig mit essen sind. Waffeln backen und dabei Lieder aus Kindheitstagen singen, Workshops, Spiele und mehr - der Nachmittag verfliegt erneut. Vor allem weil wir kurzfristig den Ablauf ändern müssen: Morgen können die Kinder nicht kommen. Ein harter Schlag, Enttäuschung auf allen Seiten. Aber es geht nicht anders, es wird den Tag über kein Wasser geben. Die Verabschiedung ist teilweise sehr ausgiebig, sprich: Die Kinder verabschieden sich, gehen zum Gartentor, rennen zurück, verabschieden sich, kommen ein paar Minuten später mit der Mutter wieder und verabschieden sich zum letzten Male.

Abends folgt der Gottesdienst. Das Anspiel verläuft sehr gut, das Thema ist „Let your life be the proof of your love“. Nach der Predigt durch Sascha kommen Personen vor, damit für sie gebetet wird. Darunter gestandene Männer, die nicht so einfach ihre Fassade fallen lassen. Berührende Momente. 

Danach gibt es Häppchen und Tee, dazu Gespräche, Gebet und Selfies. Wir erweitern das Spiel „Kommando Bimberle“ in eine Bauchschmerzen-durch-Lachen-hervorbringende Version.

Die Reflektionsrunde beschließt den Abend; wir sind müde, es gibt sehr viele Eindrücke und viel zu wenig Zeit. Und dennoch: Es ist gut. Wir bekommen immer wieder die Kraft, das Notwendige zu tun. Um die Welt zu verändern.
 
Als kleines Extra folgt ein fantastischer (in mühevoller Arbeit selbst verfasster) Song zweier RIDE-Teilnehmerinnen (Ergebnis, wenn zwei Mädels um Mitternacht noch die Duschen usw. putzen sollen und eventuell leicht übermüdet sind…). Melodie zu einem bekannteren Kanon. Aufgrund der Copyrights wird dieser nicht weiter erwähnt:

Schwester Sabine, Schwester Sabine,
Ovomaltine, Ovomaltine
hast Du keinen Hunger, hast Du keinen Hunger,
Mjam, mjam, mjam. Mjam, mjam, mjam.

Vater Alfred, Vater Alfred, 
kalbt die Kuh, kalbt die Kuh
Ja sie kalbt im Nu, ja, sie kalbt im Nu
Muh, muh, muh. Muh, muh, muh.

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Geschrieben am 31 Mar 2018 von Administrator

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