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Ride 2017

Die Reise geht los
Das ist die Geschichte von 13 christlichen Pfadfindern, die sich auf den Weg in die Ukraine machten. Wir besuchen dort Nezabudka, eine Kindertagestätte die von dem Verein  „Vergiss-mein-nicht e. V.“ getragen wird. Zwar sind wir nicht die Helden der Geschichte die auf diesem Blog zu lesen ist, aber sie wird aus unserer Sicht erzählt. Wer die wahren Helden sind? Das erfahrt ihr in diesem Blog. Aber so viel sei verraten: Unseren größten Helden kennt ihr schon.

Auf dem Weg nach Ivanychi
25 Stunden – die Zeit, die der Bus von Frankfurt am Main nach Lemberg in der Ukraine gebraucht hat. 25 Stunden, in denen wir mehr oder minder freiwillig zu Profis in ukrainischer Popmusik und dramatischen Liebesfilmen wurden. Verstanden haben wir zwar nichts, aber mitgesungen trotzdem. Ganz pfadfinderlike freundeten wir uns mit dem ganzen Bus an. Denn in unseren Kluften und Halstüchern waren wir das optische Highlight der Reisegruppe. Vielleicht auch ein wenig zu auffällig, denn an der polnischen Grenze zur Ukraine haben wir über eine Stunde gewartet um die EU verlassen zu können und mussten unter kritischen Blicken den Grenzbeamten erklären, warum wir in voller Pfadfindermontur und Kiloweise Schokolade munter Richtung Osten fahren.
Doch eigentlich begann das Abenteuer schon viel Früher: Wir würden gerne behaupten heldenhaft, im Morgengrauen mit Rucksack und Gitarre auf dem Rücken gestartet zu sein. Doch die Realität sah anders aus: Gepäckchaos am Morgen des 1. April, unscheinbar in Nebenstraße des Frankfurter Hauptbahnhofs. Dank zahlreicher Sachspenden reiste jeder von uns mit zwei Gepäckstücken voller Schuhe, Schokolade (man bemerke die Geruchskombination) und anderen dringend benötigter Hilfsgüter wie Zahnpasta oder Socken. Das brachte den Busfahrer erst einmal ins Schwitzen. Das Gepäck verladen glich einem Tetris-Spiel, doch schon hier merkten wir, dass unsere Reise wirklich gesegnet sein wird. Der Busfahrer gab uns ein komplettes Abteil für die Hilfsgüter und das obwohl der Bus bis auf den letzten Platz ausgebucht war. Da der Bus noch durch zahlreiche andere Städte in Deutschland fuhr, Marburg, Kassel, Göttingen, Erfurt, Halle und Leipzig war das ein echtes Wunder. Wir mussten sogar einmal alles umpacken, doch nie gab es Probleme mit unserem „Übergepäck“. Viel trug die Freude um unser verstautes Gepäck uns durch eine wirkliche anstrengende Busfahrt. Bei 25 Stunden in einem Reisebus, schmerzt selbst der jüngste Rücken und sämtliche Liege und Schlafpositionen wurden mehr als einmal ausgetestet. Doch genug des Gejammers, schließlich möchte niemand Geschichten von 13 christlichen Pfadfindern lesen, die Rückenschmerzen haben. Auch Probleme mit der Klimaanlage und der Toilette behalten wir lieber für uns. Denn feststeht: Als wir in Lemberg ankamen, war die Anreise schnell vergessen. Uns begrüßte Sonnenschein über einer wunderschönen Stadt. Um ein wenig im Land anzukommen gönnten wir uns einen Tag in der historischen Stadt. Und wir wurden nicht enttäuscht: Straßenmusiker sorgten für den passenden Groove und der Duft nach frischem Apfelstrudel stieg uns in die Nasen. Vor allem kulinarisch wird und Lemberg in Erinnerung bleiben. Zu Mittag aßen wir in einem idyllischen Restaurant, eingebettet zwischen der alten Stadtmauer und historischen Gebäuden. Den Restauranttipp hatten wir von Mimi, sie leitet die soziale Arbeit in Nezabudka und betreut einheimische Familien. Sie und ihr Ehemann Sascha führten uns durch die Stadt bis wir in kleinen Gruppen losstürmten um uns in Cafés zu entspannen und den Künstlermarkt zu erkunden. Doch eigentlich sind wir damit schon bei der ersten Heldin der Geschichte: Mimi. Vor 20 Jahren kam Mimi zum ersten Mal nach Ivanychi und war seit der Gründung Nezabudkas mit dabei. Inzwischen ist sie die Leiterin der sozialen Arbeit vor Ort. Gemeinsam mit ihrem ukrainischen Ehemann Sascha widmet sie ihr Leben den Menschen in Ivanychi. Jeden Tag stellt sie sich auf ein Neues den Herausforderungen des ukrainischen Landlebens: Im Winter geht die Temperatur auf bis zu 21 Grad Minus runter, die Infrastruktur ist sehr schlecht und die Region verarmt. Mimis Herz schlägt für Jesus und das trägt sie in die Region Ivanychi. Doch von Mimi werdet ihr noch mehr hören.
Als wir endlich gegen 20.00 Uhr kamen wir in Ivanychi an. Von den Mitarbeitern von Nezabudka und einigen Kindern wurden wir stürmisch begrüßt. Obwohl wir viel später als erwartet ankamen, wurden wir herzlich empfangen. Spätestens als uns Pelmeni, ein super leckeres ukrainisches Essen, aufgetischt wurde wussten wir:
Wir waren zu Hause angekommen.

Hier noch ein paar Fotos von heute:







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Geschrieben am 03 Apr 2017 von Administrator

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