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Mittwoch, der 01.04.2015

Heute war leider schon unser letzter Tag in dem schönen Ivanychi, deshalb gab es mehrere Verabschiedungen, von den Kindern aus dem Kinderheim und auch von den Kindern aus der Station. Dafür haben wir extra für alle Kinder den halben Tag Waffeln gebacken.
Morgen Vormittag geht es um zehn Uhr los nach Lutsk und von dort aus fahren wir wieder mit dem Fernbus nach Frankfurt. Wir hoffen und beten, dass wir dieses Mal nicht ganz so viel Zeit im Bus verbringen müssen.

So nun aber erst mal zu ein paar Highlights von dem heutigen Tag.
Das wohl größte Erlebnis war ganz sicher die Taufe von Arian in einem kleinen See in der Nähe von Ivanychi. Während dem gesamten RIDE hat Arian immer mehr verstanden, dass er ohne Gott nichts tun kann und dass er sein Leben mehr nach ihm ausrichten will. Deshalb hat er sich entschieden, dass er getauft werden möchte und somit ganze Sache mit Gott macht. Bei der Taufe waren nicht nur alle RIDE Teilnehmer dabei, sondern auch alle Mitarbeiter von Nezabudka, die für Arian wie eine Familie geworden sind. Obwohl es den ganzen Tag ziemlich kalt war, kam während der Taufe die Sonne raus und in der Ferne war sogar ein Regenbogen zu sehen.

Uns ist klar, dass wir jedes Jahr nur diese kurze Zeit hier sein können und dass wir eigentlich viel mehr geben wollen, als in unserer Macht steht. Die Situation hier in der Ukraine und die Gesundheit der Mitarbeiter in Nezabudka und ihre Herzen können wir nicht verändern, aber was wir tun können ist zu beten und sie für die kommende Zeit zu segnen. Das haben wir dann auch am Abend gemeinsam gemacht, nachdem wir uns persönlich bei ihnen für alle ihre Mühe und Aufopferung bedankt haben. Dafür waren sie sehr dankbar und auch wir haben einiges bekommen, was man nicht bezahlen kann, unter anderem ihre Liebe und ihr Vertrauen.

Wer schon auf das Datum geschaut hat, ist bestimmt ein bisschen verwirrt, dass wir noch keinen Aprilscherz erzählt haben. Aber da wir den ganzen Tag so viele Termine hatten, wurden diese auf den Abend verschoben. Unsere Jungs haben sich nach dem gemeinsamen Abend abgeseilt und sind gemeinsam weg gefahren, um die Taufe zu feiern. Das war die perfekte Möglichkeit, doch noch ein oder zwei Aprilscherze zu machen. Wenn ihr Wissen wollt, wenn wir veräppelt haben, könnt ihr gerne nachfragen, wir sagen nur eins, wir haben viel gelacht.

Geschrieben von Janina und Ann-Katrin

Geschrieben am 01 Apr 2015 von Administrator
Dienstag, der 31.03.2015

Der Großteil der Gruppe durfte heute nach Lemberg reisen. Simon, Miroslava und ich durften jedoch unsere eigene Exkursion gestalten. Nach langem Beten und Bangen konnte ich den Kontakt zu den Sinti und Roma herstellen und uns beiden wurde erlaubt sie zu dritt zu besuchen. Durch Nowowolynsk, Vladimir gelangten wir nach vier Stunden Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu unserem Ziel. Auf der Reise bemerkten wir im Vergleich zu den vorherigen Jahren, dass sich das Land verändert hat. Was wir nur aus den Medien mitbekommen haben, wurde uns vor Augen geführt. An allen Stationen bemerkten wir junge Männer in Militäruniform, gerüstet für den Krieg.

Unser Ankunftsort, war nicht wie erwartet ein kleines Dörfchen, sondern eine Haltestellte im Nirgendwo. Eine ältere Dame wies uns die Richtung. Nach einer Stunde Fußmarsch durch Feldwege und Wald, erreichten wir ein kleines Dörfchen nicht unähnlich Ivanichi. Dort warteten wir und hofften, dass man uns weiter hilft. Plötzlich tauchte ein Mann auf der uns bat ihm zu folgen. Gutgläubig folgten wir ihm. Es stellte sich ihm Gespräch heraus, dass er der Nachbar sei, der Familie, die wir besuchen wollten. Jedoch sei der Junge denn ich eigentlich besuchen wollte gar nicht anwesend. Zunächst schien, dies ein herber Rückschlag für mich zu sein, dann jedoch tauchte ein kleiner Junge in zerrissenen Klamotten auf. Es war der zwölf jährige Bruder von Vanja.
Des Weiteren hatten wir nicht mit Vanja meinem Pflegebruder telefoniert sondern mit seinem Vater, der den gleichen Namen trägt.
Das kleine Missverständnis hat Simon, unsere Übersetzerin Miroslava und mich direkt zu der Familie geführt. Diese staunten nicht schlecht, als plötzlich drei Ranger bei ihnen im Hof standen.

Wir wurden direkt zu einer großen Portion Borsch eingeladen und Tee. Die Familie scherte sich zunächst nicht darum wer wir sind, es ging erstmal vorwiegend uns rundherum zu versorgen. Erst im Laufe des Gespräches nannte ich meinen Namen und Erkenntnis breitet sich bei der Familie aus. Sie lachten alle und zeigten auf die Gitarre an der Wand, welche ich dem jüngeren Vanja damals vor zwei Jahren schenkte. Mir fiel es schwer, zu glauben, dass es Haargenau die gleiche sei, jedoch war meine Unterschrift drauf.
Die ganze Familie dankte mir, was ich für den kleinen getan habe.
Sie erzählten mir alle von ihrem Leben, Jobs und wie die Situation in der Ukraine für sie persönlich sei. Die gesamte Familie bestand aus 9 Familien Mitgliedern, welche auf kleinstem Raume beisammen saßen, mit uns dreien wurde es wirklich eng.

Wir erzählten von unserer Arbeit und wie das Leben wirklich in Deutschland ist. Für die meisten ist, dies wahrscheinlich unvorstellbar, aber für diese Familie schien Deutschland wie ein Paradies zu sein. Ein Land in dem es eine Krankenversicherung gibt, in dem Menschen geholfen wird. Zum Großteil schlägt sich die Familie mit Gelegenheitsjobs durch.
Vanja, dass Familienoberhaupt und auch zugleich mit 43 Jahren der älteste der Familie, hatte im letzten Jahr einen Herzanfall und sorgt momentan die meiste Zeit für die Familie und kümmert sich um die kleinen. Nach drei Stunden Gesprächen und einer Einladung den Rest des Familienclans kennenzulernen machten wir uns auf den Rückweg, um den anderen RIDE Teilnehmern von unseren Erfahrungen zu berichten.

Geschrieben von Arian

Geschrieben am 01 Apr 2015 von Administrator
Montag, der 30.03.2015

Wir haben das nahegelegene Altersheim besucht und die Begegnung mit den alten Menschen war sehr interessant, aber auch erschreckend.
Die Bewohner haben sich sehr über unseren Besuch gefreut und wir auch.
Wir haben für sie gesungen und mit ihnen geredet und ihnen Geschenke mitgebracht.
Heute war der erste Schultag nach den Ferien und die Kinder waren am Nachmittag in der Station und haben mit uns Workshops gemacht.
Am Abend haben wir Mimis Geburtstag im Restaurant gefeiert.
Es war ein schöner Tag und wir sind gespannt, was morgen in Lemberg auf uns zukommt.

Geschrieben von Kai B. , Noah W. und Simon B.

Geschrieben am 31 Mar 2015 von Administrator
Sonntag, der 29.03.2015

Für den Gottesdienstbesuch heute Morgen teilen wir uns auf.
Beide Gruppen bekommen in den jeweiligen Kirchen die Gelegenheit, den Gottesdienst mitzugestalten. Wir erzählen von persönlichen Begegnungen mit Gott, die unser Leben geprägt haben. Auch wir werden durch Zeugnisse der Ukrainer ermutigt und dürfen durch die Predigt neben Gottes Wort auch Anschauungen der Menschen und die ukrainische Kultur besser kennen lernen. Wir singen noch ein paar deutsche oder englische Lieder. Als besonders bewegend empfinden wir es, wenn die Ukrainer die Lieder ebenfalls kennen und in ihrer Sprache mit einstimmen.

Da die Gottesdienste in der Ukraine in der Regel  etwas länger dauern als in Deutschland, freuen wir uns über den Spaziergang von der Gemeinde zurück zur Station. Begleitet werden wir von einigen Kindern und Jugendlichen aus der Gemeinde.
Angekommen in Nezabudka erwartet uns auch jetzt wieder ein köstliches Mittagessen.
Der Nachmittag gestaltet sich offen. Manche von uns besuchen die Kinder im Internat, wo wir ungezwungen mit den Kindern Fußball und anderes spielen.

Zum Abendessen verabschieden wir uns und werden in Nezabudka mit Pizza und Softdrinks überrascht. Die Gastfreundschaft der Menschen hier überwältigt uns immer wieder aufs Neue. Da heute Sonntag und gleichzeitig Ferienende ist, sind viele Besucher in der Station.
Wir unterhalten uns auf Ukrainisch, Russisch, Englisch, Deutsch oder auch mit Händen und Füssen. Trotz der Sprachbarriere herrscht ein bereicherndes Gemeinschaftsgefühl.
Der Tag neigt sich dem Ende zu.
So müde und doch bereichert wir uns heute Abend fühlen, freuen wir uns doch auf weitere Erlebnisse und Begegnungen.

Geschrieben von Melanie

Geschrieben am 30 Mar 2015 von Administrator
Samstag, der 28.03.2015

Heute durften wir uns nach der anstrengenden Fahrt etwas ausruhen und haben erst um kurz vor neun gefrühstückt. Danach haben wir gemeinsam besprochen, wie der Tag aussieht und was alles ansteht. Ein Teil der Gruppe hat sich darum gekümmert, die gespendete Schokolade, die anderen Süßigkeiten, die Socken, Shampoo und Duschgel, in kleine Päckchen zu verpacken. Danach war noch etwas Zeit, in der die Gegend um die Sozialstation herum etwas erkundet werden konnte.

Nach dem Mittagessen sind wir dann ziemlich direkt losgefahren, zu dem Kulturpalast (ein kulturelles Center in Ivanychi). Diesen haben wir gemietet um für die Jugendlichen aus der Stadt einen Nachmittag zu gestalten. Hierfür haben wir auch eine christliche Band aus Lutzk eingeladen, die das Programm musikalisch begleitet hat.

Der ganze Abend war sehr schön, es gab gute Musik, ein bisschen was zum Essen und Trinken, witzige Spiele zum Auflockern der Atmosphäre, die Vorstellung unserer Gruppe und einige sehr berührende Zeugnisse. An dem Abend sollte es eigentlich hauptsächlich um die Jugendlichen gehen, aber es waren auch viele Kinder und auch einige ältere Menschen mit dabei. Auch sie konnten etwas von der Botschaft mitnehmen und waren von den unterschiedlichen Zeugnissen sichtlich bewegt.
Der Abend stand unter dem Thema "Chancen im Leben" es ging darum den Jugendlichen zu vermitteln, dass es eine Perspektive für ihr Leben gibt, etwas für das es sich lohnt zu leben. Durch unsere Zeugnisse wurde ihnen bewusst, dass Geld nicht alles ist und dass es sehr viele Menschen gibt, die scheinbar alles haben, aber trotzdem nicht glücklich sind. Das einzig wahre, was Erfüllung bringt, ist das Leben mit Jesus und das Wissen, dass Gott uns liebt.

Die ganze Band haben wir als Dankeschön mit zu Nezabudka genommen und sie zum Abendessen eingeladen. Während wir bei dem Jugendtreffen waren haben die Mitarbeiter von der Station mal wieder ein grandioses Essen gezaubert, welches wir dann in vollen Zügen genießen durften. Der Abend wurde abgeschlossen mit einer kurzen Reflexionsrunde und einem politischen Einblick in die Situation in der Ukraine, der sehr spannend war. Einige Informationen werden von den europäischen Medien so sehr gefiltert, dass sie ganz anders in Deutschland ankommen.


Geschrieben von Ann-Katrin

Geschrieben am 29 Mar 2015 von Administrator
Donnerstag, der 26.03.2015
Geschrieben am 28 Mar 2015 von Administrator
Wir fahren auch dieses Jahr wieder!

Ostern steht vor der Tür - Zeit, wieder in die Ukraine zu fahren.
Wir werden auch dieses Jahr wieder in die Ukraine fahren, mehr dazu bei "Über Uns".
Hier werden die Berichte vom Jahr 2015 auch bald veröffentlicht.

Geschrieben am 25 Mar 2015 von Administrator
Donnerstag, der 17.04.14
Heute frühstückten wir noch einmal gemeinsam, danach mussten wir uns schon von den Stationskindern verabschieden. Die Trennung fiel uns allen schwer, wir mussten noch einmal an die schöne Zeit denken, die wir zusammen hatten.
Einige Stationskinder hatten Tränen in den Augen, als sie uns die Hand gaben und auch viele von uns wären gerne noch länger hier geblieben. Selbst in dieser kurzen Zeit waren wir gute Freunde geworden und werden sie sicher vermissen, wenn wir wieder zu Hause sind.
Wir wünschten den Kindern alles Gute und freuen uns schon auf nächstes Jahr. 
 
Schließlich fuhren wir zum Rathaus, wo wir mit dem Landrat verabredet waren, um Bilder mit ihm zu machen. Hier bekamen wir eine Führung durch das Rathaus, die sehr interessant war. Man schenkte uns das Bild von einem Jungen, der auf dem Maidan gestorben ist und aus der Nähe von Ivanychi kam. Leider kam der Landrat viel zu spät, als er endlich ankam, waren wir schon so spät dran, dass wir keine Zeit mehr hatten, Fotos mit ihm zu machen.
Trotzdem hat sich der Aufenthalt im Rathaus gelohnt, da wir auf der Führung viele interessante Sachen lernen konnten.
Geschrieben am 18 Apr 2014 von Pascale
Mittwoch, der 16.04.2014

Das Programm fing schon gleich nach dem Frühstück an. Unsere Gruppe fuhr in ein Krankenhaus, wo wir mit den Leuten beteten und sie ermutigten. Es war eine gesegnete Zeit und es bereitete uns Freude, den Kranken Trost und Hoffnung spenden zu können.

Anschließend ging es zurück zur Station, wo wir etwas Freizeit hatten. Diese nutzten wir, um Fußball zu spielen, was allen großen Spaß machte. Einige spielten mit den Kindern in der Station und wieder andere machten sich nützlich, indem sie Waffeln für die Kinder in der Station und für die Heimkinder backten.Im Heim teilten wir die Kinder in drei verschiedene Gruppen auf, um besser auf die verschiedenen Altersgruppen eingehen zu können.

Die erste Gruppe stellten die kleineren Kinder dar, mit denen wir beteten und verschiedene Spiele machten. Es war schön zu sehen, wie sich die Kinder über die Abwechslung in ihrem Heimleben freuten. Die zweite Gruppe bildeten die älteren Jungen, die wieder Fußball spielten. Das Spiel endete mit einem 14:4 für die Heimkinder. Die letzte Gruppe waren nun die älteren Mädchen, die die Zeit mit einem Gespräch über Liebe, Männer und Beziehungen verbrachten. Es war eine sehr interessante und lehrreiche Zeit miteinander, ich bin mir sicher, dass es allen großen Spaß gemacht hat.

Nach dem Heimbesuch fuhren wir auf den Markt und kauften Essen für die Fahrt nach Hause. Als alle Vorbereitungen getroffen waren, es war schon 19.00 Uhr, trafen sich noch einmal einige Ukrainer, um an einem Denkmal zu beten.

Geschrieben am 18 Apr 2014 von Pascale
Dienstag, der 15.04.14

Heute hat der Tag schon sehr früh begonnen. Um 6 Uhr gab es Frühstück, da wir um 7 den Bus nach Lemberg genommen haben. Nach einigen Stunden in einem komplett überfüllten Bus, der über die schlechtesten Straßen gefahren ist, die wir je gesehen hatten, kamen wir doch tatsächlich alle in einem Stück an.

Lemberg ist eine wunderschöne Stadt, die jedem von uns sehr gut gefallen hat. Unser Mittagessen haben wir in einem sehr urigen und witzigen Restaurant zu uns genommen, bei dem sogar ein kleines Theaterstück mit Nils und Mimi als Nebendarsteller im Preis inbegriffen war. Das Schokoladenmuseum wirklich jeden von uns fasziniert. Wie sollte es auch anders sein?
Unmengen an edelster Schokolade, verarbeitet zu allen erdenklichen Leckereien, zu einem für deutsche Verhältnisse, Spottpreis. Und das Ganze in einem super süßen Ambiente mit viel Tageslicht und wunderschöner Innenarchitektur.

Als ob das nicht schon genug wäre gab es sogar freies WLAN, was unserer doch sehr Internet geschädigten Generation nach schon fast 5 Tagen ohne, stark gefehlt hat. Nachdem die Damen der Schöpfung sich zu genüge mit Schmuck eingekleidet hatten und die Männer die doch sehr interessante Architektur ausführlich verinnerlicht hatten, sind wir in nahezu Schritttempo die 90 km Luftlinie mit dem Zug in Richtung Isomatte und Schlafsack gefahren. Die 3 Stunden Fahrt gingen dank angeregter Gespräche, auch mit anderen Fahrgästen, recht schnell rum.

Der Tag ist also absolut gelungen und alle freuen sich auf den letzten und Ereignisreichen Tag, der uns morgen erwartet.

Geschrieben am 15 Apr 2014 von Heiko
Montag, der 14.04.2014

Da wir einen sehr langen Tag hinter uns haben und morgen sehr früh aufstehen müssen, wird unser Bericht leider nicht so ausführlich heute.

Unser Tag war gefüllt mit vielen Begegnungen und vielen verschiedenen Menschen.

Heute Morgen waren wir im Altersheim, was einigen von uns schon von den Jahren davor bekannt war. Es ist uns immer wieder wichtig, die alten und auch oft bettlägerigen Menschen zu besuchen, ihnen zuzuhören, ihnen unsere Zeit und unser Ohr zu schenken, um ihnen zu zeigen, dass sie nicht vergessen sind. Die meisten dort fühlen sich sehr einsam, da oft niemand aus ihrer Familie sie besucht.

Es gibt wenige Orte, wo ich Gottes Gegenwart so spüre, wie wenn wir in diesem Altersheim Gott anbeten und Fürbitte tun. Wir konnten für die alten Menschen singen, was sie immer sehr berührt und freut und durften bei ihnen am Bett sitzen, ihnen zuhören und für sie beten. Uns liegt es auch immer sehr am Herzen, sie zu ermutigen, sich Jesus anzuvertrauen, auch gerade im Hinblick, dass wir wissen, dass die meisten nicht mehr lange leben werden.

Mittags hatten die Leiter ein positives Treffen mit örtlichen Politikern, während wir anderen uns auf das Internat und die Station aufteilten, um mit den Kindern zu spielen und Dinge mit ihnen zu unternehmen.

Die Atmosphäre war für uns in der Station sehr angenehm und wir konnten die Kids segnen und einfach lieb haben.

Morgen werden wir den Tag in Lemberg verbringen, worauf wir uns schon freuen.Wir sind dankbar für die große Einheit, die wir untereinander haben, die Tiefe unserer Gespräche untereinander und im Gebet, die Leidenschaft für Lobpreis und dafür, Gott zu suchen. Gerade auch untereinander haben wir sehr prägende Gespräche und Austausch.

Außerdem werden wir jeden Tag so sehr durch die Mitarbeiter hier gesegnet, die sich aufopferungsvoll und voller Liebe um die Kinder kümmern. Betet für sie für Kraft für ihre Aufgabe und für Wachstum in ihrer eigenen Beziehung mit Jesus, dass sie nicht ausbrennen und müde werden.

Betet bitte weiterhin für unsere Zeit, besonders auch wenn wir am Mittwoch noch unterwegs sind und im Internat sein werden. Die Kinder brauchen so dringend längerfristige Vorbilder, Menschen, die ihnen zeigen können, was wahre Liebe ist und die ihnen zeigen, wer Jesus ist. Betet, dass Gott solche Menschen hier beruft und hinschickt. Es fehlt einfach sehr daran!

Ihr dürft gerne auch beten, dass wir trotz unserer kurzen Zeit hier dennoch ihre Herzen erreichen können mit der Liebe von Jesus, mit guten Worten und Impulsen, die ihr Leben verändern können.

Geschrieben am 14 Apr 2014 von Julia
Sonntag, der 13.04.2014
Da die meisten spät im Bett waren, schauten wir in müde Gesichter beim Frühstück. Trotzdem ging es danach motiviert in die Morgenrunde. Dort wurden nach einem kurzen Input (über den Weinstock und die Reben) der Tagesablauf und das Programm für den Gebetsabend besprochen. Gott sagte uns, dass wir den Abend nicht planen sollen, sondern ihm die komplette Führung übergeben sollen. Das war gar nicht so leicht, dennoch haben wir Gott vertraut. Nach ein wenig freier Zeit machten wir uns auf den Weg und besuchten, wie in jedem Jahr, zwei unterschiedliche Gemeinden. Die Gottesdienste in der Ukraine zu besuchen, ist immer wieder eine neue Erfahrung. Schön zu beobachten war dabei, dass sich die Gemeinden geistlich weiterentwickelt haben, sowohl in der Liebe untereinander, als auch im Gebet und der Fürbitte.

Nach zweieinhalb Stunden intensivem Gottesdienst, gab es wieder ein drei Gänge Menü. Nach dem leckeren Kuchen haben sich die meisten für einen Mittagsschlaf zur Ruhe gelegt, um wieder neue Kraft zu sammeln. Im Anschluss gab es noch eine kurze Besprechung zur Aufgabenverteilung für den Abend.
Während den Vorbereitungen, wie Brote schmieren, Pudding anrühren, Stühle aufstellen, haben einige von uns den Abend im Lobpreis und Gebet vorbereitet.

Der Gebetsabend war überragend, es kamen so viele Menschen, dass nicht mal mehr die Sitzplätze ausreichten (ca. 100 Leute). Von Anfang an haben wir den ganzen Abend in Gottes Hände gelegt und ihm die Führung überlassen, auch Maria wusste nicht was kommen würde. Nach den ersten paar Minuten hat Gott zwei Personen unabhängig von einander die gleich Richtung für den Abend vorgegeben. Er bestand groß teils nicht aus gesprochen Gebeten, wie man sie normalerweise kennt, sondern aus Zeugnissen, die Gott verherrlicht haben. Jedes dieser Zeugnisse war von Gott eingegeben. Das wissen wir daher, dass genau jeder einzelne der Punkte angesprochen wurde, die uns Gott im Gebet schon aufs Herz gelegt hatte.

Zum Abschluss des geistlichen Teils haben alle Menschen miteinander, in Einheit gebetet. Alle waren noch zu offenen Gesprächen und zu belegten Broten, Pudding und Tee eingeladen. Nachdem wir wieder alles klar Schiff gemacht hatten, kam die alltägliche Austauschrunde, in der wir Gott für den Tag auf verschieden Art und Weise gedankt haben.
Geschrieben am 13 Apr 2014 von Administrator
Samstag, der 12.04.2014
Nach einer sehr erholsamen Nacht startete der neue Tag schon vor dem Frühstück mit Lobpreis. Das Frühstück war sehr lecker und reichhaltig. Danach besprachen wir in der Runde, was wir an diesem Tag machen würden. Davor war es uns aber sehr wichtig erst einmal den Tag in Gottes Hände zu legen, zu singen und Lobpreis zu machen. Wie jedes Jahr gibt es morgens einen kleinen Input, als Ermutigung für den Tag. Heute erzählte uns Andrea von einem Christen, der auf Grund seines starken Glaubens einen Richter davon überzeugte, dass er nicht sterben muss. Danach hatten Maria und Mimi den Eindruck, dass wir erst einmal, bevor die Einsätze starten, unser Leben und alles was uns belastet, bedrückt und von Gott ablenken kann vor ihn an sein Kreuz bringen sollten. Denn wir können nur das geben, was wir haben und solange wir unsere eigenen Probleme im Fokus haben, können wir nicht genug Kraft aufbringen, um uns um die anderen zu kümmern. Nach der intensiven Zeit mit Gott, teilten wir uns in Gruppen auf und packten Tütchen mit Süßigkeiten für die Heimkinder und sortierten Schuhe, Socken und Kleidung für die Stationskinder. So verging die Zeit wie im Flug, bis zum Mittagessen.
 
Gegen zwei machten wir uns auf in drei Gruppen auf den Weg, um möglichst viele Menschen aus Ivanychi zum morgigen Gebetsabend einzuladen. Die Gruppe, die mit Maria unterwegs war hörte viele Geschichten von den Menschen und die meisten Menschen waren sehr dankbar für diese Aktion. Es kam aber auch ein Kommentar darüber, für den Tod Putins zu beten, welcher uns ein bisschen geschockt hat. Der Spaziergang endete im Heim, in dem wir noch ca. zwei Stunden mit den Kindern spielen konnten. Zwei Stationskinder waren mit dabei und hatten einerseits Angst vor den Heimkindern, andererseits verhielten sie sich respektlos ihnen gegenüber.
 
Vor dem Abendessen hatten wir auch noch Zeit, um mit den Stationskindern zu spielen. Zum Abendessen waren vier aus unserer Gruppe bei einer älteren Dame aus der Nachbarschaft eingeladen, bei der wir letztes Jahr eine Heizung eingebaut haben. In der Abendrunde haben wir besprochen, was morgen in den Gottesdiensten gesungen und gesagt wird, wir haben uns in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Hälfte geht in eine charismatische und die andere in eine baptistische Gemeinde in Ivanychi. Weiterhin haben wir über den Tag gesprochen, wie die verschiedenen Dinge erlebt wurden, zum Abschluss haben wir noch gemeinsam für die Kinder in diesem Land gebetet. Ein großes Anliegen ist uns geworden, dass die Heimkinder wieder ein männliches Vorbild bekommen und nicht in der schon vorprogrammierten Alkoholsucht landen. Dafür bitten wir alle Leser ganz besonders zu beten.
Geschrieben am 12 Apr 2014 von Administrator
Freitag, der 11.04.14

Nach einer mehr oder weniger gemütlichen Nacht, hatten wir unsere nächste Rast in Warschau. Dort hieß es erst einmal Gepäck aus dem ersten Bus heraus und in den nächsten Bus einladen. Nachdem das geschafft war, hatten wir zwei Stunden Zeit, um Kaffee zu trinken, zu Frühstücken und den kurzzeitig verlorengegangenen Henning wieder zu finden. Dann hieß es wieder einsteigen und weiter ging die Fahrt in einem nicht mehr ganz so luxuriösen Bus auf einer nicht ganz so ebenen Straße.

Auch auf dieser Fahrt hatten wir sehr viel Spaß. Bei dem Einsteigen in den zweiten Bus ging kurzzeitig der Pass vom Heiko verloren, nach gleichzeitigen Stoßgebeten -Herr, du weißt wo der Pass ist!-, fand die Stewardess ihn oben zwischen den Schlafsäcken wieder. Gegen ca. 12 Uhr fuhren wir nach kurzem warten aus Polen raus, in das so genannte NIEMANDSLAND . Dank Gott mussten wir auch bei der Einreise in die Ukraine nicht lange warten und weder das erwartete Schmiergeld zahlen noch wurden irgendwelche Koffer geöffnet. Der Rest der Fahrt war eher unspektakulär.

Als wir dann in Luzk ausstiegen und von einigen Mitarbeitern von Nezabudka herzlich begrüßt wurden, realisierten wir langsam, dass wir wirklich in der Ukraine waren. Von dort ging es dann, nach einer weiteren Suche nach Henning mit Gepäck, mit Kleinbussen bis nach Ivanychi. Auch hier wurden wir wie immer herzlich begrüßt und spürten, wie sehr alle auf uns gewartet haben. Nach dem mehr als fantastischen Abendessen, dem Lobpreis und Dank an Gott und einer Austauschrunde machten wir uns alle mehr oder weniger schnell auf den Weg ins Bett, um wieder neue Kräfte zu sammeln.

Geschrieben am 11 Apr 2014 von Administrator
Donnerstag, der 10.04.14
Am Frankfurter Busbahnhof trafen wir uns mit 13 weiteren aufgeregten Rangers plus Begleitung, um von dort mit dem internationalen Reisebus in die Ukraine zu fahren.
 
Trotz der politischen Lage haben wir uns dazu entschieden, auch in diesem Jahr wieder in das kleine Dorf Ivanychi zu fahren. Dort findet der alljährliche Hilfseinsatz der Royal Rangers statt. In den letzten drei Monaten haben wir uns als Leitungsteam getroffen und viel gebetet und nach Gottes Willen für dieses Jahr gefragt. Danach waren wir uns sicher wir fahren! trotzdem gab es einige Änderungen zu den Vorjahren. Wir entschieden, dass das Mindestalter auf 17 Jahre angehoben wird und die Fahrt nur mit Zustimmung der Eltern möglich ist, dadurch sind wir dieses Jahr nur weniger als die Hälfte als die letzten Jahre.
 
Nach einer längeren Suche hatten wir uns dann endlich gefunden und starteten gemeinsam mit Gebet. Anders als von einigen erwartet, gab es kein Problem mit dem Gewicht des Gepäcks, alles wurde ungewogen eingeladen. Drinnen suchten wir erst einmal unsere zugewiesenen Plätze und verstauten unser Handgepäck. Und dann ging es auch schon los. Unsere Route war ein wenig länger als normal, da es einige Stellen gab, bei denen weitere Fahrgäste zustiegen. Die Zeit verging für uns fast wie im Fluge, wir redeten und lachten, hatten viel Spaß und aßen fast die ganze Zeit durchgehend. So fuhren wir von Frankfurt nach Fulda, weiter nach Kassel, Hannover, Braunschweig, Magdeburg und schließlich waren wir am Ende des Tages immer noch in Deutschland. So hatten wir unsere letzte Rast vor dem Schlafen gehen in Berlin und nicht wie normalerweise schon mitten in Polen. Damit ging ein langer Reisetag dem Ende entgegen.
Geschrieben am 11 Apr 2014 von Administrator

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